Moin und herzlich willkommen zur 37. Folge des Podcasts. Jedes Wort, das ich sage, kannst du nachlesen, wenn du auf die Beschreibung dieser Folge klickst.
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In dieser Folge möchte ich weiter im sozialen Bereich bleiben, denn in Folge 36 hatte ich ja das Thema Freundschaften finden in Deutschland angefangen und ich finde, zu dem Thema Freundschaften schließen und generell soziale Kontakte schließen, zählt ein wichtiges Thema dazu, das in unserer Zeit leider immer prävalenter wird, immer häufiger (immer häufiger als Thema, das Menschen beschäftigt) und zwar ist das das Thema Einsamkeit bzw. das Gefühl, einsam zu sein. Ich habe in Bezug auf dieses Thema einen interessanten Artikel aus der Zeitschrift „Welt“ gefunden und ich möchte euch diesen Artikel teilweise vorlesen.
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Für den ganzen Artikel kannst du auch in der Beschreibung den originalen Link finden, mit dem du zum Artikel gelangst. Ich werde es aber mit dem Artikel jetzt erstmal nur kurz halten, weil ich danach auch selbst noch etwas dazu sagen möchte. Also, fangen wir an mit dem Artikel.
Einsamkeit kann Menschen in jedem Alter treffen, selbst wenn sie ständig in Gesellschaft sind. Aber es gibt Menschen in bestimmten Lebenssituationen, die häufiger gefährdet sind. Besonders verletzlich sind Menschen in Übergängen, sagt Petra Beschoner, Fachärztin für Psychiatrie.
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In solchen Lebenssituationen müssen sie ihre sozialen Netzwerke neu aufbauen oder sich an veränderte Rollen anpassen. Dadurch kann das Gefühl entstehen, weniger verbunden oder unterstützt zu sein. Die Psychiaterin macht Einsamkeit dabei nicht an der Anzahl der Kontakte fest, sondern an der empfundenen Qualität von Beziehungen.
Und jetzt gibt es eine Sache, die ich sehr wichtig finde, die gesagt wird im Artikel. Menschen können sich in Gruppen aufhalten und sich dennoch isoliert fühlen oder umgekehrt ganz für sich sein und trotzdem eine Verbindung zu anderen spüren, so Beschoner. Das liege daran, dass soziale Nähe mehr ist als die bloße Anwesenheit von Personen.
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Man kann zwar viele soziale Kontakte haben, viele Freunde und vielleicht auch eine Liebesbeziehung, aber sich trotzdem einsam fühlen. Und besonders Menschen in Übergangsphasen (beispielsweise auch Menschen, die von einem Land ins andere Land wechseln, Menschen, die nach Deutschland kommen) sind von dieser Gefahr betroffen. Ich werde jetzt noch ein kleines Stück den Artikel weiter zu Ende lesen, weil ich finde, dass noch ein paar gute Sachen gesagt werden.
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„Wir Menschen brauchen emotionale Resonanz, das wärmende Gefühl, gesehen und verstanden zu werden. Wenn diese Erfahrung fehlt, schlägt die Psyche Alarm“, sagt die Fachärztin. Was dann konkret passiert, beschreibt sie so: „Unser System meldet einen Mangel an Verbundenheit, ähnlich wie Hunger uns körperlichen Bedarf signalisiert.“ Also unsere Psyche reagiert sozusagen gegen Dauereinsamkeit allergisch, um es einfach zu sagen. Und wie kann man nun laut dem Artikel Einsamkeit reduzieren? Man sollte nicht nur auf Einladungen anderer warten, sondern selbst gezielt Leute, die man um sich haben möchte, nach einem Treffen fragen.
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Sich verstärkt auf einzelne Menschen fokussieren, die einem wirklich gut tun, anstatt möglichst viele oberflächliche Kontakte zu pflegen. Es hilft, mit sich selbst in Kontakt zu treten und Selbstmitgefühl zu entwickeln. Also auch nicht zu hart mit sich zu sein, sondern wirklich auch gut mit sich zu sprechen.
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Denn Verbindungen beginnen nicht nur im Außen, sondern schon im Inneren Dialog. Das war dieser Artikel und ich würde gerne noch einen Kommentar dazu machen. Ich habe nämlich selbst im Laufe der Jahre auch schon vor diesem Kontakt, auch schon vor diesem Podcast immer wieder Kontakt zu Ausländerinnen und Ausländern gehabt.
Und eine Sache, die mir aufgefallen ist, zum Beispiel auch bei einem ägyptischen Freund von mir, dass sich viele darauf verlassen, dass die Deutschen auf sie zugehen und ja, den ersten Schritt machen. Und aus diesem Grund hat besonders auch der Satz, dass man nicht nur auf Einladungen anderer warten soll, sondern selbst auch auf Leute gezielt zugehen sollte, einen, ja, nochmal besonderen Eindruck auf mich gemacht, weil ich ja bei manchen Leuten merke, dass sie sehr passiv sind. Und versteht mich nicht falsch, ich will das gar nicht großartig verurteilen, weil, also ich bin auch ehrlich zu euch, ich bin selbst auch manchmal ziemlich passiv.
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Und ja, ich selbst kenne das auch, das Gefühl, einsam zu sein. Auch dieser Satz, dass man, wenn man soziale Kontakte hat, man trotzdem einsam sein kann, das ist ein, ja, Satz, der auch sehr mit mir resoniert, weil ich hatte eigentlich schon ewig nicht mehr das Problem, keine sozialen Kontakte zu haben, wie beispielsweise eine Person, die neu in Deutschland ist. Aber ich kenne es trotzdem, sich einsam zu fühlen, auch wenn man soziale Kontakte hat.
Also manchmal bin ich auch nicht sehr sozial und ja, warte dann ab, ob jemand auf mich zugeht. Also mir fällt es auch oft schwer, dann auf Leute zuzugehen. Aber das ist dann halt oft der Weg, der es wahrscheinlicher macht, dass man einsam ist.
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Also genau, im Rahmen der letzten Folge und ja, in dieser Folge würde ich euch wirklich wünschen, dass ihr euch traut, an Menschen heranzutreten und auch ehrlich mit euch selbst seid, weil ich war lange Zeit nicht mit mir ehrlich, dass ich mich einsam gefühlt habe und hab das gar nicht erkannt. Und ich würde sagen, ja, dadurch habe ich lange Zeit verpasst, sozial ein wenig aktiver zu werden. Und das hat natürlich nicht gut getan.
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Also vielleicht mit dieser Folge noch einmal ein kleiner Appell, traut euch und geht raus, nutzt die Möglichkeiten, die ich schon in der letzten Folge genannt habe, um eventuell digital schon Kontakte zu knüpfen, aber natürlich auch auf Events oder in Vereinen. Also es gibt Möglichkeiten, sogar auf der Arbeit. Genau, das war’s mit dieser Folge.
Viel Erfolg, wie immer, beim Deutschlernen und in diesem Sinne auch viel Erfolg mit dem Knüpfen sozialer Kontakte. Bis zur nächsten Folge und mach’s gut. Eine schöne Woche dir!