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Transkript mit Zeitangaben zur 32. Folge

In dieser Folge geht es wieder um ein Sprichwort, und zwar um das Sprichwort Ordnung ist das halbe Leben. Normalerweise nehme ich ja mittlerweile öfter eine Minute Deutschfolgen für diese Redewendungen und Sprichwörter auf, aber dieses Sprichwort hat meines Erachtens nach mehr Zeit verdient. Und der Grund dafür oder die Gründe dafür, zu denen komme ich gleich.

0:33

Erst einmal will ich kurz auf die Bedeutung dieser Redewendung eingehen. „Ordnung ist das halbe Leben“ bedeutet, dass Ordnung das Leben einfacher macht. Ordnung ist eine gute Sache für dein Leben.

0:49

Für mich selbst hat das Sprichwort auch eine besondere Bedeutung, weil ich lange Jahre unordentlich gelebt habe, um ehrlich zu sein, und meine in diesem Podcast auch schon ein paar Mal erwähnte Ex-Freundin mir Ordnung näher ans Herz gelegt hat. Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass ich der Ordnung mehr Gewichtung in meinem Leben gegeben habe und jetzt ein wenig ordentlich erlebe. Der entscheidende Punkt, warum ich in dieser Folge mehr als eine Minute für die Redewendung investieren möchte, ist aber, dass es auch unterschiedliche Beweise bzw.
wissenschaftliche Befunde gibt, warum Ordnung für jeden und jede eine wirklich gute Sache ist. Vorteil Nummer 1 von Ordnung. Ordnung vermeidet Entscheidungsmüdigkeit.

1:56

Entscheidungsmüdigkeit ist die Müdigkeit unseres Gehirns, die dabei auftritt, wenn wir viele Entscheidungen treffen müssen. Zum Beispiel, wo lege ich den Schlüssel hin? Wo tue ich meine Kleidung hin? Wo (keine Ahnung) wo schlafe ich später, auf der Couch oder auf dem Bett? Also, je mehr Entscheidungen unser Gehörn treffen muss, desto müder wird es. Und wenn wir Ordnung in unseren Räumen haben, dann haben wir in der Regel auch Plätze für alle Sachen. Und unser Gehörn muss nicht ständig nachdenken, wo kommt dies hin, wo kommt das hin, sondern zum Beispiel, mein Schlüssel hat den Platz nahe der Tür oder so. Also, Ordnung kann Entscheidungsmüdigkeit vermeiden.

2:53

Der große Vorteil Nummer 2, und dieser Vorteil ist meines Erachtens noch relevanter, ist die Senkung des Stresslevels durch Ordnung. Forschungsergebnisse der UCLA, also der University of California und Los Angeles, deuten darauf hin, dass Menschen, die ihren Wohnraum als unordentlich oder überfüllt empfinden, einen höheren Kortisol-Spiegel aufweisen. Kortisol ist das Stresshormon, um es ganz einfach zu sagen.

3:27

Und der letzte Vorteil ist auch eine reduzierte Ablenkung, also um es mal umgekehrt zu sagen, um es mal positiver zu sagen, ein erhöhter oder ein vereinfachter Fokus.
Dazu gibt es nämlich eine Studie des Princeton Neuroscience Institutes und diese Studie hat gezeigt, dass visuelle Unordnung, also Unordnung, die wir in einem Raum erleben, mit unserer Aufmerksamkeit konkurriert. Wenn wir von einem unordentlichen Schreibtisch oder einer vollen Wohnung umgeben sind, verschwendet das Gehirn Kapazitäten damit, diese Reize zu verarbeiten, anstatt sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Zum Beispiel, du willst für eine Deutschklausur lernen, aber dein Raum, in dem du lernst, ist furchtbar unordentlich. Dann konkurrieren die Reize der ganzen Gegenstände in diesem Raum mit deinem Fokus zu lernen und das ist natürlich nicht so gut.

4:40

Kommen wir nun zum einzigen Nachteil, den ich von Ordnung gefunden habe. Es gibt Untersuchungen, die herausgefunden haben, dass ein unordentlicher Schreibtisch bzw. eine unordentliche Arbeitsumgebung Kreativität und die Bereitschaft, neuartige Ideen zu versuchen, fördern kann. Das heißt, wenn du gerade eine Aufgabe vor dir hast, die Kreativität erfordert, dann macht es vielleicht sogar Sinn, einmal einen etwas unordentlicheren Schreibtisch zu haben, denn laut der Wissenschaft soll das dabei helfen, deine Kreativität noch zu beflügeln.

5:25

Das war aber, wie gesagt, der einzige Nachteil, den ich finden konnte. Ansonsten, wie gesagt, nur Vorteile. Und ich bin auf jeden Fall dankbar, mehr Ordnung in meinem Leben zu haben, auch wenn ich immer noch sicherlich nicht der geordnetste Mensch bin.

Aber ich kann nur empfehlen, es mal zu versuchen und einfach sich Zeit dafür zu nehmen, etwas Ordnung zu schaffen. Das war’s mit dieser Folge. Vielen Dank dir fürs Zuhören.

Noch weiterhin viel Erfolg beim Deutschlernen und eine schöne Woche.

Transkript zur 31. Folge

(0:18)

In dieser Folge möchte ich über ein Mittel sprechen, um Stress zu reduzieren. Und dieses Mittel basiert mal wieder auf psychologischen Befunden1. Und zwar hat die University of Derby in England in Zusammenarbeit mit Forestry England eine Untersuchung durchgeführt.

(0:43)

In dieser Untersuchung wurde untersucht, wie Zeit in der Natur, insbesondere im Wald, sich auf die psychische Gesundheit von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auswirkte (Anmerkung: In der Folge selbst wird nur „auswirkt“ gesagt und ich habe im Redefluss leider das „e“ vergessen).

Die Studie hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei geführten Waldspaziergängen begleitet und dabei die emotionale Verfassung nach diesen Spaziergängen und vor diesen Spaziergängen gemessen. Also die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie haben einfach Spaziergänge gemacht und wurden dabei immer wieder während dieser Spaziergänge auf bestimmte Sachen hingewiesen, um diese Spaziergänge möglichst achtsam2 zu machen.

(1:31)

Zum Beispiel ein Schild, das (aus-)sagen könnte: „Betrachte mal diese schönen Bäume hier.“ Die Ergebnisse der Studie sind die Folgenden: Die Waldspaziergänge haben im Durchschnitt zu 38% weniger Grübeln3, 31% weniger Angst und 25% mehr Glücksbefinden geführt.

(1:58)

Also das Wohlbefinden4 aller Teilnehmer ist im Durchschnitt wirklich gestiegen und Stress (also in Form von Angstgefühlen oder Grübeln) wurde wirklich zu, ja, ich will nicht einem maßgeblichen5 Teil sagen, aber wirklich zu einem Teil, den, glaube ich, jeder als gut befinden würde, reduziert. Warum funktionieren diese Waldspaziergänge zur Stressreduktion? Laut den Forscherinnen und Forschern liegt der Schlüssel in der Naturverbundenheit6. Also es geht nicht nur darum, einfach so durch den Wald zu gehen und dabei beispielsweise mit seinem Handy Musik zu hören oder irgendwelche anderen Sachen zu machen, auf seiner Switch zu zocken7, während man durch den Wald geht, sondern es geht wirklich um das achtsame durch den Wald gehen, also auf das Knacken der Äste zu achten, den Geruch des Bodens wahrzunehmen und so weiter.

(3:03)

Was kannst du, lieber Hörer, beziehungsweise du, liebe Hörerin, jetzt aus dieser Untersuchung mitnehmen? Und nun ja, ich denke mal, nicht jeder und nicht jede hat einen Wald um die Ecke, aber wenn dies der Fall sein sollte, dass ein Wald nicht allzu weit entfernt ist, macht es natürlich Sinn, wenn man sich gestresst fühlt, mal eine Auszeit im Wald zu nehmen und dort einen achtsamen Spaziergang zu machen. Auch wenn die Forscherinnen und Forscher das jetzt nicht explizit gesagt haben, denke ich persönlich, macht es auch Sinn, einfach generell in der Natur und in waldähnlichen Gegenden zu sein und man kann auch achtsam durch die Gegend gehen und auch wenn sich dort beispielsweise gewisse Geräuschkulissen auftun durch Autos, wenn man dann unter anderem mit Noise-Canceling-Kopfhörern durch die Gegend geht, aber dafür dann halt nicht irgendwelche Musik oder so darauf hört. Genau, das wäre nur so noch ein kleiner Tipp von mir.

(4:12)

Das war es dann auch schon mit dieser Folge. Ich hoffe, du fandest die Folge interessant. Ich werde den Artikel bzw.

die Artikel, durch die ich auf diese Studie gekommen bin, in der Beschreibung verlinken und dann hören wir uns hoffentlich wieder in der nächsten Folge. Mach’s gut und viel Erfolg beim Deutsch lernen. Tschüss!

  1. Ein Befund ist das Ergebnis von einer Untersuchung ↩︎
  2. Achtsam bedeutet, ganz im Hier und Jetzt zu sein ↩︎
  3. Grübeln bedeutet, dass ein Mensch sehr viel und sehr lange über etwas nachdenkt. ↩︎
  4. Wohlbefinden bedeutet, dass es einem Menschen gut geht. Es ist ein Zustand von Glück und Zufriedenheit. ↩︎
  5. Maßgeblich bedeutet ein großer Teil von etwas ↩︎
  6. Naturverbundenheit bedeutet, dass ein Mensch sich der Natur sehr nahe fühlt. ↩︎
  7. Zocken bedeutet umgangssprachlich Videospiele spielen ↩︎

Transkript zur 30. Folge (mit Zeitangaben)

Moin Leute, herzlich willkommen zur dreißigsten Folge des Podcasts. In dieser Folge möchte ich auf einen Zuhörerinnenwunsch eingehen. Und zwar hat sich Kee aus den Philippinen gewünscht, dass ich einmal eine Folge über den sogenannten „Kevinismus“ mache. Falls du auch einen Zuhörerinnenwunsch an mich hast, dann schreibe ihn mir gerne an kevpodcasted@web.de, ich werde die E-Mail-Adresse genauso wie alles was ich sage in der Beschreibung dieser Folge verlinken. Und damit starten wir dann aber jetzt auch in die Folge.

(0:49)

Für diese Folge habe ich einen Artikel der deutschen Zeitung „Welt“ mitgebracht und ich werde euch ein bisschen aus dem Artikel vorlesen und dann werde ich auch ein wenig aus meiner eigenen Erfahrung als Kevin sprechen. Also der Podcast heißt ja „Deutsch mit Kev“ und wie sich wahrscheinlich jeder von euch denken kann, ist mein voller Name Kevin. Und ich habe auch Erfahrungen mit dem Phänomen des Kevinismus gemacht und finde es auch nicht ganz leicht über dieses Thema zu sprechen (um ehrlich zu sein) aber eins nach dem anderen1, erstmal der Artikel.

(1:34)

Die Welt schreibt: „Wie Namen die Zukunft von Kindern beeinflussen“. Mandy, Peggy, Justin, Kevin, alles klar. Die Kinder kommen aus der Unterschicht, denn vor allem dort werden angloamerikanische Namen vergeben. Kevinismus heißt das Phänomen, das die Wissenschaft mittlerweile bestätigt hat. Sag mir wie du heißt und ich sag dir, was du bist. Eltern aus der sogenannten Unterschicht, also der Schicht in der Gesellschaft mit wenig Geld (um es mal einfach zu sagen) geben ihrem Nachwuchs am liebsten Namen wie Mandy, Peggy, Justin oder Kevin. Ein bloßes Vorurteil oder sozialwissenschaftlich begründbare Wirklichkeit? Diese Frage kursiert derzeit in Internetblogs genauso wie auf den Couchsesseln diverser Fernsehsendungen oder in Darbietungen2 bekannter Kabarettisten3. Eine allseits 4anerkannte, aussagekräftige Statistik zu diesem Thema gibt es bisher noch nicht.

(2:58)

Und dazu muss ich sagen, dieser Artikel ist von 2008. Ich werde gleich noch einmal recherchieren und falls es eine Statistik gibt, werde ich sie in der Beschreibung nachreichen. Aber weiter mit dem Artikel. Die Alltagswahrnehmung scheint zu bestätigen, in den Plattenbausiedlungen5 dieses Landes laufen überdurchschnittlich viele Kinder mit amerikanischen Vornamen herum. Auch die Soziologie hat das Phänomen bereits benannt. Kevinismus oder weiblich Chantalismus nach den zwei lange Zeit beliebten ausländischen Vornamen Kevin und Chantal. Auf einer satirischen Internetseite werden die Bezeichnungen als krankhafte Unfähigkeit, menschlichem Nachwuchs menschlichen Namen zu geben definiert. Sag mir wie du heißt und ich sage dir, was du bist.

(4:02)

Okay und hier unterbreche ich einmal den Artikel und ich möchte jetzt einmal meine eigene Erfahrung mit diesem Phänomen und diesen in eine Schublade gesteckt zu werden teilen und meine Sichtweise, was ich davon halte und wie ich das wahrgenommen habe. Denn ich bin auf diese Art und Weise in doppelter Hinsicht benachteiligt, weil ich mit vollem Namen Kevin Meyer heiße und Meyer ein Name ist, der sich auf Eier reimt, was in meiner Grundschulzeit sehr lästig war. Also es gab öfter Kinder, die gesagt haben: „Kevin Meyer springt vom Dreier auf die Eier 6 “ oder Ähnliches. Also in meiner Grundschulzeit war mein Nachname in gewisser Weise eine Last und dann später als dieses Phänomen des Kevinismus bekannt wurde, wurde ich halt von unterschiedlichen Menschen als quasi dumm in eine Schublade gesteckt7, nur weil mein Name Kevin ist.

(5:15)

Und ja, ich will ehrlich gestehen, ich finde es absolut dumm, Menschen aufgrund eines Namens in eine Schublade zu stecken und ich kenne genug Leute, die aus einer tieferen Schicht kommen, mit weitaus unauffälligeren deutschen Namen wie, ja, keine Ahnung, Tobias oder Dennis. Und für mich ist dieses ganze Phänomen ziemlich ärgerlich, weil ich konnte mir meinen Namen natürlich nicht aussuchen. Und ich finde es schade, dass so viele Menschen sich dazu hinreißen lassen, andere Menschen aufgrund eines Namens zu bewerten.

Also ich fand es teilweise sehr anstrengend, wenn Leute meinten, sie wären witzig, nur weil sie sich irgendwie über meinen Namen lustig gemacht haben. Genau, mir fehlen so ein wenig die Worte auch gerade, weil dieses ganze Phänomen in meinen Augen einfach echt, ja, unglücklich gekommen ist. Ich hoffe, du konntest der Folge etwas abgewinnen und eventuell das ein oder andere neue Wort lernen. Bis zur nächsten Folge, dann hoffentlich wieder mit einer positiveren Sache. Bis dann, hab eine schöne Woche und tschüss!


  1. „Eins nach dem anderen“ bedeutet, Dinge nacheinander zu machen bzw. zu erledigen. ↩︎
  2. Darbietung = eine Aufführung oder Vorführung von etwas ↩︎
  3. Ein Kabarettist ist ein Künstler, der auf einer Bühne auftritt. Er macht Programme, die lustig sind, aber oft auch zum Nachdenken anregen ↩︎
  4. allseits = bei allen Menschen ; überall ↩︎
  5. Eine Plattenbausiedlung ist ein Wohngebiet mit meist in Serie gefertigten Großwohnhäusern aus vorgefertigten Betonplatten. ↩︎
  6. „Eier“ ist ein umgangssprachliches Synonym für Hoden ↩︎
  7. „Jemanden in eine Schublade stecken“ bedeutet, dass man über eine Person oder eine Sache schnell urteilt, ohne sie richtig kennenzulernen. ↩︎

Transkript & Quellen Folge 28

Transkript:

Moin Leute, herzlich willkommen zur 28. Folge des Podcasts. In dieser Folge möchte ich noch einmal ausführlich über das Thema Lärmbelastung sprechen, welches ich ja schon einmal kurz in einer 1-Minute-Deutsch-Folge behandelt hatte, weil ich denke, dass dieses Thema wirklich interessant ist und ich denke, dass es sich lohnt, ein wenig über dieses Thema zu wissen.

Falls du zum ersten Mal in diesen Podcast hereinhörst, du kannst alles, was ich sage, in der Beschreibung der Podcast-Folge nachlesen. Klick einfach auf die Beschreibung und dort steht das Transkript. Beim Aufnehmen dieser Folge tue ich mich, um ehrlich zu sein, gerade sehr schwer, also das hier ist bestimmt schon der 20. Versuch oder so, aber ich bleibe am Ball und probiere euch diese Folge so zu präsentieren, dass sie einigermaßen interessant ist, auch wenn mir das bisher ein wenig schwerfällt, weil es sehr viele Fakten sind und ich auch mit unterschiedlichen Organisationsnamen hantiere. Fangen wir generell bei Umweltlärm an. Auf Umweltlärm reagieren Menschen sehr unterschiedlich.

So können zwei ähnliche Geräusche selbst bei gleichem Schallpegel sehr unterschiedlich empfunden werden. Ein Wasserfall in einer idyllischen Bergwelt wird allgemein mit Erholung gleichgesetzt, während eine befahrene Autobahn eine Belastung für viele Menschen darstellt. Mit wachsenden Pegeln nehmen allerdings die negativen Wirkungen unerwünschter Geräusche zu und gleichzeitig steigt der Anteil der sich gestört fühlenden, objektiv belasteten Personen.

Dieser Satz stammt von der Internetseite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und er trifft ganz gut den Kern, dass Lärmbelastung sehr individuell sein kann. Oft denken wir aber, wenn es um das Thema Lärm geht, vor allem an Lärm, der den Ohren schon wehtun kann, also beispielsweise von einem Presslufthammer bei Straßenarbeiten oder in der Diskothek, wenn die Musik sehr laut ist. Die Gefahr, von Lärmbelastung betroffen zu sein, beginnt aber schon viel früher, in einem Bereich, den wir schon fast als gemütlich bezeichnen würden, und zwar bei 55 Dezibel.

Das ist ungefähr die Lautstärke eines normalen Gespräches oder eines leisen Büros. Also wenn du in einem leisen Büro arbeitest mit ein paar leisen Mitarbeitern, dann ist da wahrscheinlich ungefähr die Belastung bei, oder die Lautstärke (ich will nicht gleich von Belastung sprechen) bei ungefähr 55 Dezibel. Nur, dass du eine Vorstellung hast.

Und die Weltgesundheitsorganisation stellt aber heraus, dass schon ab 55 Dezibel Dauergeräuschbelastung im Zimmer das Risiko für Schlafstörungen steigt. Also, falls du beim Fernsehen einschläfst oder falls du über Nacht das Fenster geöffnet lässt, kann es sein, dass deine Schlafqualität darunter leidet. Also, die praktische Implikation wäre dementsprechend relativ einfach.

Achte einfach darauf, wenn du schläfst, das Fenster geschlossen zu haben und vorher ausreichend durchzulüften und außerdem nicht beim Fernsehen einzuschlafen und generell darauf zu achten, was macht im Raum Lautstärke und was kann ich davon minimieren. Kommen wir zur nächsten Quelle und zur nächsten Lautstärkeschwelle. Haha, das hat sich gereimt.

Die sogenannte NORAH-Studie, eine breit angelegte Studie, die die Wirkung von Lautstärke des Verkehrs, die die Verkehrslautstärke und ihre Wirkung auf Menschen beobachtet hat, stellt heraus, dass schon ab einer Lautstärke von 60 Dezibel das Risiko von Depressionen und Herzinsuffizienz steigt. Also, schon eine etwas lautere Lautstärke, beispielsweise Dauergespräche vor der Haustür bei offenem Fenster, die du dir anhören musst, wenn diese Gespräche etwas lauter sind, können dazu führen, dass du ein höheres Risiko für Depressionen oder Herzinsuffizienz hast. Es muss natürlich nicht zwangsläufig dazu führen, aber, wie gesagt, es erhöht das Risiko laut dieser NORAH-Studie.

Das war’s mit dieser Folge. Ich finde, es ist sehr schwer, alle diese Fakten auf eine interessante Weise zu präsentieren. Ich hoffe, du konntest mir einigermaßen folgen.

Wenn nicht, kannst du mir gerne Fragen an meine E-Mail kevpodcasted@web.de stellen. Und falls du Themenwünsche hast, kannst du das natürlich auch machen oder Feedback generell. Das war’s mit dieser Folge.

Bis zur nächsten Folge. Auf Wiederhören.

Quellen:

https://www.lfu.bayern.de/laerm/laerm_allgemein/wirkung_auf_menschen/index.htm

https://www.who.int/europe/publications/i/item/9789289041737 (Lärm & Schlaf)

https://www.laermstudie.de/

Ergänzend zum NORAH-Link: https://www.bundestag.de/resource/blob/1050714/c42f9843a6369c223968a9cff8308f68/WD-8-091-24-pdf.pd

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https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/fitness-musik-bei-kursen-kann-das-gehoer-schaedigen-studie-aus-den-usa-a-e62026d1-1561-4dfb-a0c3-ccb3204ec7a9

https://www.spektrum.de/news/stille-warum-das-gehirn-ruhe-braucht/1798298

Transkript Folge 27

Hallo und herzlich willkommen zur 27. Folge des Podcasts. In der letzten Folge hatten wir mit der Analyse des Liedes »Dieser Weg« von Xavier Naidoo angefangen und sind bis zum Ende des Refrains gekommen.

In dieser Folge möchte ich mit der zweiten Strophe bis zum Ende des Liedes weitermachen. Die zweite Strophe geht folgendermaßen: „Es war nur ein kleiner Augenblick, einen Moment war ich nicht da. Danach ging ich einen kleinen Schritt und dann wurde es mir klar.“ Naidoo möchte mit dieser Strophe ausdrücken, dass er innegehalten hat, dass er einen Moment der Pause hatte und in diesem Moment der Pause geistig nicht da war.

In diesem Moment der Pause mit seinem Kopf außerhalb der Routine war und wahrscheinlich über sein Leben und den Weg, den er bis dahin gegangen ist und weiterhin gehen möchte, nachgedacht hat. Danach ging ich einen kleinen Schritt und dann wurde es mir klar. Also wahrscheinlich ist er ein wenig in die richtige Richtung gegangen oder unbewusst noch ein Stück weiter den Weg, den er bis dahin gegangen ist.

Und während er noch überlegt hat, wurde ihm dann bei dem Schritt klar, wo er weiter hingehen möchte, wohin sein Weg führen soll. Im Anschluss kommt wieder der Refrain. Und den Refrain haben wir bereits besprochen. Wenn du noch einmal meine Interpretation dazu anhören möchtest, höre gerne noch einmal die 26. Folge an. Kommen wir nun zur Bridge.

Manche treten dich. Manche lieben dich. Manche geben sich für dich auf.

Manche segnen dich. Setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust. Und dann eine Wiederholung.

Manche treten dich. Manche lieben dich. Manche geben sich für dich auf.

Manche segnen dich. Setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust. Was könnte damit gemeint sein? Also, manche treten dich, manche lieben dich.

Symbolisiert im Prinzip, dass wir im Leben selten nur von allen geliebt werden oder nur von allen gehasst werden. Also manchmal könnte es uns vorkommen, dass wir vielleicht an einem Ort sind, wo die Mehrzahl der Leute uns nicht mag. Und manchmal sind wir umgeben von Leuten, die uns mögen, aber in der Regel werden wir nicht von allen geliebt und in der Regel aber auch nicht von allen mit Abneigung konfrontiert.

Deswegen, manche treten dich, manche stehen dir auf deinem Weg im Weg aus Mangel an besseren Formulierungen und manche lieben dich, aber halt eben auch nicht alle. Manche geben sich für dich auf, also Menschen, die dich unglaublich unterstützen, eventuell deine Eltern, eventuell sehr gute Freunde oder dein Lebenspartner oder Beziehungspartner, deine Beziehungspartnerin. Manche segnen dich.

Setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust. Und das ist sehr metaphorisch gesprochen. Also setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust.

Ist natürlich aus der Nautik, aus der Seefahrt. Ich bin mir gerade, um ehrlich zu sein, nicht sicher, ob Nautik und Seefahrt genau das gleiche sind, aber eine Seefahrtsregel wahrscheinlich. Und im symbolischen Sinne bedeutet das einfach, dass man vielleicht nicht mit etwas starten sollte, wenn man zu viel Gegenwind bekommt.

Ja, diese Stelle finde ich etwas schwerer zu verstehen, aber ich würde es so auffassen. Sagen wir, du möchtest mit etwas anfangen und bekommst wirklich von allen Seiten Gegenwind, dann solltest du dir das gut überlegen, weil eventuell haben die Leute ja auch recht. Nicht immer, also ich denke manchmal kann auch die nächste Person von dir nicht unbedingt das Beste für dich wollen, weil sie vielleicht dein Innenleben nicht ganz so versteht wie du.

Aber ja, wenn der Großteil der Leute in deinem Umfeld mit etwas nicht d’accord geht, dann solltest du vielleicht darüber noch einmal nachdenken. Zumindest verstehe ich diese Zeilen so. Dann kommt wieder der Refrain, den werde ich jetzt nicht noch einmal vorlesen.

Das habe ich jetzt oft genug gemacht. Und dann kommt das Outro, das eigentlich auch im Prinzip eine Wiederholung darstellt. Dieser Weg ist steinig und schwer, nicht mit vielen wirst du dir einig sein, doch dieses Leben bietet so viel mehr.

Also im Prinzip einfach noch mal der Refrain etwas anders. Das war’s mit der Liedanalyse. Ich hoffe, sie hat dir gefallen und du konntest mir gut folgen.

Mir ist eingefallen, dass ich am Anfang der Folge vergessen habe zu erwähnen, dass du das Transkript in der Beschreibung nachlesen kannst. Also alles, was ich sage, kannst du in der Beschreibung wiederfinden. Das war’s dann und dann hören wir uns in Folge 28.

Bis dann!