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Transkrip Folge 36

Moin und herzlich willkommen zur 36. Folge. Alles, was ich sage, jedes einzelne Wort, kannst du wie immer nachlesen, wenn du auf die Beschreibung dieser Folge klickst.

In dieser Folge möchte ich über das wichtige Thema Freunde und Freundinnen in Deutschland finden sprechen. Vielleicht erinnerst du dich noch an die Episoden zum Thema Lebensglück, in denen ich dargelegt habe, wie wichtig soziale Beziehungen für das Lebensglück sind. Ich erinnere da einmal an die Harvard Grand Study, die herausgefunden hat, dass soziale Beziehungen der entscheidende Faktor für ein glückliches Leben sind.

Aus diesem Grund denke ich, dass es auch wichtig ist, einmal eine Folge dazu zu machen, wie man eigentlich in Deutschland neue Leute kennenlernen kann und ja, potenziell neue Freunde und Freundinnen gewinnen kann. Ich möchte erst einmal nur über den Weg, neue Leute zu finden mittels Apps sprechen, also der digitale Weg sozusagen, und dazu möchte ich euch in dieser Folge drei Apps vorstellen, von denen ich zum einen Positives gehört habe, die ich zum anderen aber auch selbst ausprobiert habe und über die ich selbst neue Leute in Bremen kennengelernt habe. Die erste App, die für Sprachenlerner wohl auch die interessanteste App ist, heißt Tandem.

Tandem ist eine mittlerweile relativ bekannte App, mit der man Sprachpartnerinnen und Sprachpartner finden kann, die allerdings auch, wenn man sich die Pro-Version für ungefähr 8 Euro im Monat, waren es glaube ich, kauft, die Möglichkeit bietet, Leute in der eigenen Stadt und in der unmittelbaren Umgebung zu finden. Ich habe selbst über Tandem einen italienischen Freund kennengelernt und eine Freundin gefunden, die Französisch spricht und aus Afrika kommt. Also ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen, Tandem ist eine gute App, wenn man neue Leute im realen Leben kennenlernen möchte.

Probiert es einfach mal aus und auch wenn ich natürlich ebenso die Erfahrung gemacht habe, dass manche Leute nicht an einem Treffen interessiert sind und manche Leute auch einfach selten online sind. Hartnäckigkeit lohnt sich. Im Endeffekt, egal wie oft man einen Fehlschlag hatte, wenn man dann Erfolg hatte, fühlt es sich dafür umso besser an.

Also probiert es einfach mal aus und ladet euch Tandem herunter. Die zweite App, die ich euch in dieser Folge vorschlagen möchte, um neue Freunde und Freundinnen zu finden, nennt sich Bumble for Friends. Eventuell kennt ihr ja die Dating-App Bumble und es gibt zum Glück auch eine App von Bumble, um Freunde zu finden.

Und das funktioniert eigentlich auch ganz gut. Also ich habe jemanden über Bumble kennengelernt, mit dem ich mich mittlerweile relativ regelmäßig treffe und der auch nicht aus Deutschland kommt. Also es gibt auch auf Bumble Friends durchaus die Möglichkeit, als Ausländer oder Ausländerin mit Deutschen zu connecten, wenn man das denn möchte.

Oder natürlich auch mit anderen Leuten, also mit Leuten aus allen unterschiedlichen Ländern, die sich hier in Deutschland aufhalten. Die letzte App, die ich heute in dieser Folge präsentieren möchte bzw. über die ich sprechen möchte, nennt sich Meet5.

Ich selbst habe, um ehrlich zu sein, keine so tollen Erfahrungen mit Meet5 gemacht, aber einer meiner Freunde hat Meet5 ausprobiert, um Leute zum Paintball spielen zu finden und er war positiv von dieser App angetan, weswegen ich euch in dieser Folge gerne auch Meet5 empfehlen möchte, selbst wenn ich damit keine positiven Erfahrungen gemacht habe. Das war’s auch schon mit dieser Folge. Ich möchte die Folge an dieser Stelle jetzt nicht unnötig in die Länge ziehen.

Wenn du Interesse daran hast, dass ich einmal eine Story darüber erzähle über die Leute, die ich kennengelernt habe und wie das genau funktioniert hat, dann schreib mir gerne eine Mail an meine E-Mail-Adresse, die ich auch in der Beschreibung verlinke. Und ansonsten wünsche ich dir viel Erfolg beim Connecten in Deutschland und natürlich auch weiterhin beim Deutschlernen. Eine schöne Woche weiterhin und mach’s gut!

Transkript zu: Positive Nachrichten zum Wochenstart (5)

Moin Leute und herzlich willkommen zu positive Nachrichten zum Wochenstart. Alles, was ich sage, kannst du finden, wenn du auf die Beschreibung dieser Folge klickst und in dieser Folge auch noch auf einen Link in der Beschreibung. In dieser Folge ist es nämlich ein wenig anders als meistens, weil ich wahrscheinlich mehr sagen werde als in den meisten Folgen, dessen bin ich mir relativ sicher.

(0:38) Und ja, deswegen werde ich auf dem Blog vom Podcast einen Artikel, einen Beitrag mit dem Transkript erstellen. Und in diesem Beitrag werde ich dann aber auch einzelne Wörter noch einmal erklären, sodass die Umstände, auf einen Link klicken zu müssen, sich letzten Endes dann hoffentlich trotzdem lohnen. Kommen wir zur Folge.

(1:07) In dieser Folge möchte ich euch über die Neuigkeiten informieren, dass ich rausgefunden habe, dass es auch Freundschaftstherapie gibt. Und einige von euch schalten jetzt sicher ab und das ist okay, aber ich bin sehr positiv darüber überrascht. Viele von euch kennen sicherlich Paartherapie beziehungsweise kennen zumindest den Begriff Paartherapie und ich hatte mich in der Vergangenheit schon gefragt, ob es eigentlich Leute gibt, die professionell ausgebildet sind, um auch Freundschaften zu retten, beziehungsweise um Freundinnen und Freunden zu helfen, ihre Freundschaft dann gemeinsam zu retten.

(1:58) Die News habe ich aus einer Online-Zeitung mit dem Namen Good Impact und ich werde euch jetzt einen Teil aus diesem Beitrag vorlesen, den ich gefunden habe. Der Beitrag heißt Freundschaftstherapie, wir überstehen alles, oder? Paare gehen zur Therapie, wenn es in der Beziehung knirscht. Was aber, wenn Freundschaften vor dem Aus stehen? Neuerdings gibt es auch hierfür professionelle Hilfe.

Freundschaftstherapie: Wir überstehen alles. Oder?

(2:22) Paare gehen zur Therapie, wenn es in der Beziehung knirscht. Was aber, wenn Freundschaften vor dem Aus stehen? Neuerdings gibt es auch hierfür professionelle Hilfe.

Die Männer im Leben von Johanna und Charlotte brauchen ein gesundes Selbstbewusstsein. Die beiden Frauen nennen sich zärtlich Jo und Lotte. Wenn sie übereinander sprechen, dann reden sie von „Liebe auf den ersten Blick“, von „meiner Person“ und „dem wichtigsten Menschen überhaupt“.

(3:02) Nein, ihre Liebe ist nicht romantisch, wobei, eigentlich ist sie das durch und durch, nur handelt es sich eben um eine platonische1 Romanze2: Sie kommen beide aus schwierigen Familien. Echte Geborgenheit, sagen sie, erlebten sie erstmals in der Beziehung zueinander. Im Klavierstudium kennengelernt, haben sie sich laut Charlotte „schockverliebt3“ und sind zusammengezogen. Charlottes Ohr ist an Johannas Bauch gedrückt, als diese mit ihrem ersten Kind schwanger wird. Die Freundschaft überlebt nicht nur die sogenannte Honeymoonphase, in der sich zwei Menschen zu Beginn ihrer Beziehung gegenseitig idealisieren, sondern auch Umzüge und Fernbeziehung, Fehlgeburten und Geburten, geschlossene und wieder zerbrochene Ehen. Ihre Freundschaft ist die Konstante in ihren Leben. Obwohl sie sich während der Pandemie zwei Jahre lang gar nicht in Person sehen, führen sie ihre Beziehung via Sprachnachrichten weiter. Sie reden mehrfach täglich, manchmal über Banales, manchmal „über die wirklich tiefen   Fragen“, sagt Johanna. „Bei vielen Menschen komme ich erst nach Wochen dazu, eine Nachricht zu beantworten“, sagt Charlotte. „Aber bei Jo höre ich alles sofort ab.“ Männer? Die kommen und gehen, aber ihr Band, da sind sie sich sicher, hält für immer.

(4:42) Doch genau wie in so vielen Leidenschaften erweist sich dieser Glaube irgendwann als Illusion. Und genau wie in so vielen Konflikten zwischen Paaren ist es auch bei Freundinnen am Ende gar nicht so leicht zu erkennen, wo die Probleme eigentlich angefangen haben.

Die eine fühlt sich neben dem neuen Freund der anderen nicht mehr so gesehen. Durch die räumliche Trennung ist es doch manchmal hart, füreinander da zu sein. Die Geheimnisse der anderen, die man oft als Einzige teilt, werden zur Belastung. Man projiziert4 eigene Unsicherheiten aufeinander, triggert sich gegenseitig, es kommt zu ungewollten Ratschlägen und zu Streit. Und vielen hässlichen Worten. Bis es eskaliert und Charlotte Johanna „auf allen Kanälen“ blockiert. Johanna spürt Trauer. Es ist genauso schlimm wie nach einer Trennung von einem Mann, erzählt sie. Sie googelt „Freundschafts-Liebeskummer“ und „Freunde-Coaching“ – und findet nichts. Doch schließlich erzählt ihr eine Freundin, die sich gerade zur Therapeutin ausbilden lässt, von ihrer Kollegin Rosa Paula Leu. Diese ist Life-Coach und angehende Gestalttherapeutin5 und bietet eine Begleitung für Paare an. Für sie ist es völlig selbstverständlich, dass Paare auch Freund:innen sein können. Johanna und Charlotte nehmen wieder Kontakt zueinander auf. Lass es uns versuchen, sagen sie. Lass es uns noch einmal versuchen, diesmal mit professioneller Hilfe.

(6:31) An dieser Stelle höre ich auf, den Artikel vorzulesen. Wie gesagt, werde ich den Artikel in der Beschreibung der Podcast-Folge verlinken, sodass du dir den ganzen Artikel selbst durchlesen kannst und ich kann aber für jede und jeden, die oder der sich interessiert, wie es in dieser Geschichte weitergeht, spoilern, dass es ein Happy End für die beiden gibt. Also so viel sei gesagt. Und ja, wie in dieser Story angesprochen, gibt es mittlerweile anscheinend Personen, Therapeutinnen und Therapeuten, die auch Freundschaften helfen.

(7:15) Das finde ich, um ehrlich zu sein, wie schon am Anfang gesagt, eine ziemlich gute Nachricht. Ich hatte vor einer Weile schon einmal meinen besten Freund gefragt, ob er sich vorstellen könnte, wenn es je zwischen uns Probleme gibt, zusammen eine Freundschaftstherapie zu machen. Und ich bin dann aber auch auf den Trichter gekommen, dass es wahrscheinlich gar nicht so einfach ist, qualifizierte Leute dafür zu finden.

(7:41) Also ja, das ist aus meiner Sicht eine positive Nachricht. Wahrscheinlich nicht für jeden und jede, die diesen Podcast hört. Aber ja, die Geschmäcker sind, was positive Nachrichten angeht, ja genauso wie, was Freundschaften und was Liebespartner angeht, unterschiedlich.

Das war es mit dieser Folge. Dir eine schöne Woche und wie immer viel Erfolg beim Deutschlernen. Bis zur nächsten Folge.

  1. „platonisch“ heißt freundschaftlich ↩︎
  2. Eine „Romanze“ ist eine Liebesgeschichte. „platonische Romanze“ meint hier, dass die Freundschaft der beiden Frauen auch etwas romantisches hat, weil sie eine sehr enge Freundschaft haben ↩︎
  3. Sie haben sich sofort gemocht. Das Wort „schockverliebt“ wird genutzt, weil ihre Freundschaft eienr Liebe ähnelt. ↩︎
  4. „projizieren“ bedeutet eigene Gefühle in einer anderen Person sehen: zum Beispiel bist du wütend, willst es aber nicht zugeben, also sagst du stattdessen zu einem Freund: „Warum bist du so wütend auf mich?“ Du schiebst dein eigenes Gefühl auf den anderen ↩︎
  5. Eine Gestalttherapeutin ist eine „Beraterin für die Seele“. Sie hilft Menschen dabei, Gefühle zu spüren, neue Verhaltensweisen zu lernen und Probleme zu überwinden. ↩︎

Transkript zur 33. Folge

Moin Leute, herzlich willkommen zur 33. Folge des Podcasts. Alles, was ich sage, kannst du nachlesen, wenn du auf die Beschreibung dieser Folge klickst.

In dieser Folge soll es um das Thema Liebe gehen und ich bin am Überlegen, eine kleine Serie über die Liebe zu machen. Heute möchte ich zumindest schon mal mit einer Folge dazu starten, ob es dann zu weiteren Folgen kommt, schauen wir mal. Also, die Auslöser für die Idee, eine Folge über das Thema Liebe zu machen, sind, dass zum einen heute einer meiner besten Freunde geheiratet hat und zum anderen ein Grund, der etwas unrühmlicher ist.

Und zwar bin ich jetzt seit ungefähr einem Jahr von meiner Ex-Freundin getrennt. Ich hatte darüber ja auch in Folge 12 erzählt. Folge 12 habe ich jetzt auch runtergenommen aus dem Feed, weil ich die Folge etwas zu weinerlich finde, um ehrlich zu sein.

Aber ich habe in der Vergangenheit von meiner Trennung in relativer Kürze erzählt. Und die Trennung ist jetzt ungefähr ein Jahr her und ich habe in letzter Zeit noch ein wenig an meine Ex-Beziehung denken müssen. In der heutigen Folge möchte ich einmal darauf eingehen, was Beziehungen zerstört und wie man Beziehungen meiner Meinung nach retten kann.

Und ich würde mich freuen, wenn ihr mir an meine E-Mail-Adresse schreibt und mir von euren Erfahrungen und euren Tipps erzählt. Also ich erwähne ja ab und an mal die E-Mail-Adresse, an die ihr mir schreiben könnt im Podcast. Und ja, besonders bei dieser Folge wäre ich wirklich froh, wenn ihr mir einfach mal schreibt, was eure Erfahrungen in der Liebe sind und was euch geholfen hat, glückliche Beziehungen zu führen.

Oder zumindest Beziehungen, die glücklicher waren als die ersten Beziehungen, die ihr geführt habt. Starten wir nun in meine Erfahrung und meine Meinung. Eine große Sache, die ich aus meiner letzten Trennung lernen durfte, ist, dass wenn zwei Leute sich streiten und Recht haben wollen, dadurch auf jeden Fall die Beziehung kaputt geht.

Weil eine Beziehung zu halten das Gegenteil von Recht haben ist. Meine Ex-Freundin und ich wollten in unserer letzten Beziehung am Ende beide Recht haben. Wir wollten beide, dass die andere Person uns sieht, unsere Leistung sieht.

Und ja, das wurde von sowohl ihr als auch von mir nicht wirklich anerkannt (muss ich leider im Nachhinein so zugeben). Die Art und Weise, wie sie sich von mir getrennt hat, hat auch eine Sache für mich relativ schwer möglich gemacht und zwar sehe ich im Nachhinein auch die Dinge, die ich falsch gemacht habe und die ich gerne rückblickend betrachtet besser gemacht hätte. Allerdings hat sie sich so „eklig“ (aus Mangel eines anderen Wortes) von mir getrennt, dass es mir schwer fällt, mich nochmal bei ihr zu entschuldigen, weil sie die Trennung einfach sehr abrupt, sehr distanziert, sehr egoistisch vollzogen hat und ich das Gefühl habe, wenn ich mich jetzt zu diesem Zeitpunkt nach all dem, was vorgefallen ist, noch einmal bei ihr entschuldige, dass ich meine komplette Würde verlieren würde.

Mein Tipp an jede Person, die diesen Podcast hört und die die Ratschläge eines Anfang 30-Jährigen ernst nehmen möchte, also vielleicht seid ihr schon viel weiter in eurem Leben, habt viel mehr Beziehungserfahrungen und denkt euch, Kevin, erzähl mir was Neues, das, was du da gerade sagst, ist Anfängersache oder so, also es kann ja sein, dass ihr schon sehr viele Beziehungen hattet und von daher dieser Podcast oder diese Folge des Podcasts völlig unnötig für euch ist. In dem Fall hört gerne einfach weg. Aber für alle, die meinen, hier noch den ein oder anderen Beziehungstipp herausbekommen zu können, probiert, wenn ihr gerade eine schwierige Phase habt, wirklich der anderen Person zuzuhören. Dieser Tipp geht besonders an die Männer, die den Podcast hören.

Also zuhören ist echt eine Kunst und vor allem der Trauer der anderen Person Raum zu geben. Ich glaube, der Trauer von jemandem Raum zu geben ist eine Sache, die viele Männer leider nicht so gut können und die ich auch durch diese Trennung lernen durfte. Genau, weiterhin probiert zu vermeiden, Recht zu haben, also Recht haben und zu sagen, ja, du hast aber dies und das gemacht und deswegen habe ich Recht oder so. Das ist immer dumm. Damit zerstört ihr alles.

Genau, ich habe das Gefühl, ich habe diese Trennung einfach langsam so sehr mental durchgekaut, dass ich wieder darüber lachen kann, wie blöd alles gelaufen ist, auch wenn es eigentlich faktisch gesehen nicht zum Lachen ist. Aber ja, ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich über die letzten zwölf Monate noch darüber nachgedacht habe. Und ja, dies ist, wie ihr mich kennt, auch mal wieder eine etwas verkopftere Folge geworden, habe ich das Gefühl.

Aber ja, ich hoffe, sie hat euch trotzdem gefallen und ihr könnt mindestens ein wenig Deutschvokabular aus dieser Folge mitnehmen. Das war’s mit dieser etwas längeren Folge und ja, wie auch immer euer Beziehungsstatus ist. Ich wünsche euch eine schöne Woche bzw.
vielleicht veröffentliche ich diese Folge auch noch am Wochenende. Und ja, dann bis zur nächsten Folge, macht’s gut und bleibt gesund, viel Erfolg beim Deutsch lernen.

Transkript mit Zeitangaben zur 32. Folge

In dieser Folge geht es wieder um ein Sprichwort, und zwar um das Sprichwort Ordnung ist das halbe Leben. Normalerweise nehme ich ja mittlerweile öfter eine Minute Deutschfolgen für diese Redewendungen und Sprichwörter auf, aber dieses Sprichwort hat meines Erachtens nach mehr Zeit verdient. Und der Grund dafür oder die Gründe dafür, zu denen komme ich gleich.

0:33

Erst einmal will ich kurz auf die Bedeutung dieser Redewendung eingehen. „Ordnung ist das halbe Leben“ bedeutet, dass Ordnung das Leben einfacher macht. Ordnung ist eine gute Sache für dein Leben.

0:49

Für mich selbst hat das Sprichwort auch eine besondere Bedeutung, weil ich lange Jahre unordentlich gelebt habe, um ehrlich zu sein, und meine in diesem Podcast auch schon ein paar Mal erwähnte Ex-Freundin mir Ordnung näher ans Herz gelegt hat. Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass ich der Ordnung mehr Gewichtung in meinem Leben gegeben habe und jetzt ein wenig ordentlich erlebe. Der entscheidende Punkt, warum ich in dieser Folge mehr als eine Minute für die Redewendung investieren möchte, ist aber, dass es auch unterschiedliche Beweise bzw.
wissenschaftliche Befunde gibt, warum Ordnung für jeden und jede eine wirklich gute Sache ist. Vorteil Nummer 1 von Ordnung. Ordnung vermeidet Entscheidungsmüdigkeit.

1:56

Entscheidungsmüdigkeit ist die Müdigkeit unseres Gehirns, die dabei auftritt, wenn wir viele Entscheidungen treffen müssen. Zum Beispiel, wo lege ich den Schlüssel hin? Wo tue ich meine Kleidung hin? Wo (keine Ahnung) wo schlafe ich später, auf der Couch oder auf dem Bett? Also, je mehr Entscheidungen unser Gehörn treffen muss, desto müder wird es. Und wenn wir Ordnung in unseren Räumen haben, dann haben wir in der Regel auch Plätze für alle Sachen. Und unser Gehörn muss nicht ständig nachdenken, wo kommt dies hin, wo kommt das hin, sondern zum Beispiel, mein Schlüssel hat den Platz nahe der Tür oder so. Also, Ordnung kann Entscheidungsmüdigkeit vermeiden.

2:53

Der große Vorteil Nummer 2, und dieser Vorteil ist meines Erachtens noch relevanter, ist die Senkung des Stresslevels durch Ordnung. Forschungsergebnisse der UCLA, also der University of California und Los Angeles, deuten darauf hin, dass Menschen, die ihren Wohnraum als unordentlich oder überfüllt empfinden, einen höheren Kortisol-Spiegel aufweisen. Kortisol ist das Stresshormon, um es ganz einfach zu sagen.

3:27

Und der letzte Vorteil ist auch eine reduzierte Ablenkung, also um es mal umgekehrt zu sagen, um es mal positiver zu sagen, ein erhöhter oder ein vereinfachter Fokus.
Dazu gibt es nämlich eine Studie des Princeton Neuroscience Institutes und diese Studie hat gezeigt, dass visuelle Unordnung, also Unordnung, die wir in einem Raum erleben, mit unserer Aufmerksamkeit konkurriert. Wenn wir von einem unordentlichen Schreibtisch oder einer vollen Wohnung umgeben sind, verschwendet das Gehirn Kapazitäten damit, diese Reize zu verarbeiten, anstatt sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Zum Beispiel, du willst für eine Deutschklausur lernen, aber dein Raum, in dem du lernst, ist furchtbar unordentlich. Dann konkurrieren die Reize der ganzen Gegenstände in diesem Raum mit deinem Fokus zu lernen und das ist natürlich nicht so gut.

4:40

Kommen wir nun zum einzigen Nachteil, den ich von Ordnung gefunden habe. Es gibt Untersuchungen, die herausgefunden haben, dass ein unordentlicher Schreibtisch bzw. eine unordentliche Arbeitsumgebung Kreativität und die Bereitschaft, neuartige Ideen zu versuchen, fördern kann. Das heißt, wenn du gerade eine Aufgabe vor dir hast, die Kreativität erfordert, dann macht es vielleicht sogar Sinn, einmal einen etwas unordentlicheren Schreibtisch zu haben, denn laut der Wissenschaft soll das dabei helfen, deine Kreativität noch zu beflügeln.

5:25

Das war aber, wie gesagt, der einzige Nachteil, den ich finden konnte. Ansonsten, wie gesagt, nur Vorteile. Und ich bin auf jeden Fall dankbar, mehr Ordnung in meinem Leben zu haben, auch wenn ich immer noch sicherlich nicht der geordnetste Mensch bin.

Aber ich kann nur empfehlen, es mal zu versuchen und einfach sich Zeit dafür zu nehmen, etwas Ordnung zu schaffen. Das war’s mit dieser Folge. Vielen Dank dir fürs Zuhören.

Noch weiterhin viel Erfolg beim Deutschlernen und eine schöne Woche.

Transkript zur 31. Folge

(0:18)

In dieser Folge möchte ich über ein Mittel sprechen, um Stress zu reduzieren. Und dieses Mittel basiert mal wieder auf psychologischen Befunden1. Und zwar hat die University of Derby in England in Zusammenarbeit mit Forestry England eine Untersuchung durchgeführt.

(0:43)

In dieser Untersuchung wurde untersucht, wie Zeit in der Natur, insbesondere im Wald, sich auf die psychische Gesundheit von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auswirkte (Anmerkung: In der Folge selbst wird nur „auswirkt“ gesagt und ich habe im Redefluss leider das „e“ vergessen).

Die Studie hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei geführten Waldspaziergängen begleitet und dabei die emotionale Verfassung nach diesen Spaziergängen und vor diesen Spaziergängen gemessen. Also die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie haben einfach Spaziergänge gemacht und wurden dabei immer wieder während dieser Spaziergänge auf bestimmte Sachen hingewiesen, um diese Spaziergänge möglichst achtsam2 zu machen.

(1:31)

Zum Beispiel ein Schild, das (aus-)sagen könnte: „Betrachte mal diese schönen Bäume hier.“ Die Ergebnisse der Studie sind die Folgenden: Die Waldspaziergänge haben im Durchschnitt zu 38% weniger Grübeln3, 31% weniger Angst und 25% mehr Glücksbefinden geführt.

(1:58)

Also das Wohlbefinden4 aller Teilnehmer ist im Durchschnitt wirklich gestiegen und Stress (also in Form von Angstgefühlen oder Grübeln) wurde wirklich zu, ja, ich will nicht einem maßgeblichen5 Teil sagen, aber wirklich zu einem Teil, den, glaube ich, jeder als gut befinden würde, reduziert. Warum funktionieren diese Waldspaziergänge zur Stressreduktion? Laut den Forscherinnen und Forschern liegt der Schlüssel in der Naturverbundenheit6. Also es geht nicht nur darum, einfach so durch den Wald zu gehen und dabei beispielsweise mit seinem Handy Musik zu hören oder irgendwelche anderen Sachen zu machen, auf seiner Switch zu zocken7, während man durch den Wald geht, sondern es geht wirklich um das achtsame durch den Wald gehen, also auf das Knacken der Äste zu achten, den Geruch des Bodens wahrzunehmen und so weiter.

(3:03)

Was kannst du, lieber Hörer, beziehungsweise du, liebe Hörerin, jetzt aus dieser Untersuchung mitnehmen? Und nun ja, ich denke mal, nicht jeder und nicht jede hat einen Wald um die Ecke, aber wenn dies der Fall sein sollte, dass ein Wald nicht allzu weit entfernt ist, macht es natürlich Sinn, wenn man sich gestresst fühlt, mal eine Auszeit im Wald zu nehmen und dort einen achtsamen Spaziergang zu machen. Auch wenn die Forscherinnen und Forscher das jetzt nicht explizit gesagt haben, denke ich persönlich, macht es auch Sinn, einfach generell in der Natur und in waldähnlichen Gegenden zu sein und man kann auch achtsam durch die Gegend gehen und auch wenn sich dort beispielsweise gewisse Geräuschkulissen auftun durch Autos, wenn man dann unter anderem mit Noise-Canceling-Kopfhörern durch die Gegend geht, aber dafür dann halt nicht irgendwelche Musik oder so darauf hört. Genau, das wäre nur so noch ein kleiner Tipp von mir.

(4:12)

Das war es dann auch schon mit dieser Folge. Ich hoffe, du fandest die Folge interessant. Ich werde den Artikel bzw.

die Artikel, durch die ich auf diese Studie gekommen bin, in der Beschreibung verlinken und dann hören wir uns hoffentlich wieder in der nächsten Folge. Mach’s gut und viel Erfolg beim Deutsch lernen. Tschüss!

  1. Ein Befund ist das Ergebnis von einer Untersuchung ↩︎
  2. Achtsam bedeutet, ganz im Hier und Jetzt zu sein ↩︎
  3. Grübeln bedeutet, dass ein Mensch sehr viel und sehr lange über etwas nachdenkt. ↩︎
  4. Wohlbefinden bedeutet, dass es einem Menschen gut geht. Es ist ein Zustand von Glück und Zufriedenheit. ↩︎
  5. Maßgeblich bedeutet ein großer Teil von etwas ↩︎
  6. Naturverbundenheit bedeutet, dass ein Mensch sich der Natur sehr nahe fühlt. ↩︎
  7. Zocken bedeutet umgangssprachlich Videospiele spielen ↩︎

Transkript zur 30. Folge (mit Zeitangaben)

Moin Leute, herzlich willkommen zur dreißigsten Folge des Podcasts. In dieser Folge möchte ich auf einen Zuhörerinnenwunsch eingehen. Und zwar hat sich Kee aus den Philippinen gewünscht, dass ich einmal eine Folge über den sogenannten „Kevinismus“ mache. Falls du auch einen Zuhörerinnenwunsch an mich hast, dann schreibe ihn mir gerne an kevpodcasted@web.de, ich werde die E-Mail-Adresse genauso wie alles was ich sage in der Beschreibung dieser Folge verlinken. Und damit starten wir dann aber jetzt auch in die Folge.

(0:49)

Für diese Folge habe ich einen Artikel der deutschen Zeitung „Welt“ mitgebracht und ich werde euch ein bisschen aus dem Artikel vorlesen und dann werde ich auch ein wenig aus meiner eigenen Erfahrung als Kevin sprechen. Also der Podcast heißt ja „Deutsch mit Kev“ und wie sich wahrscheinlich jeder von euch denken kann, ist mein voller Name Kevin. Und ich habe auch Erfahrungen mit dem Phänomen des Kevinismus gemacht und finde es auch nicht ganz leicht über dieses Thema zu sprechen (um ehrlich zu sein) aber eins nach dem anderen1, erstmal der Artikel.

(1:34)

Die Welt schreibt: „Wie Namen die Zukunft von Kindern beeinflussen“. Mandy, Peggy, Justin, Kevin, alles klar. Die Kinder kommen aus der Unterschicht, denn vor allem dort werden angloamerikanische Namen vergeben. Kevinismus heißt das Phänomen, das die Wissenschaft mittlerweile bestätigt hat. Sag mir wie du heißt und ich sag dir, was du bist. Eltern aus der sogenannten Unterschicht, also der Schicht in der Gesellschaft mit wenig Geld (um es mal einfach zu sagen) geben ihrem Nachwuchs am liebsten Namen wie Mandy, Peggy, Justin oder Kevin. Ein bloßes Vorurteil oder sozialwissenschaftlich begründbare Wirklichkeit? Diese Frage kursiert derzeit in Internetblogs genauso wie auf den Couchsesseln diverser Fernsehsendungen oder in Darbietungen2 bekannter Kabarettisten3. Eine allseits 4anerkannte, aussagekräftige Statistik zu diesem Thema gibt es bisher noch nicht.

(2:58)

Und dazu muss ich sagen, dieser Artikel ist von 2008. Ich werde gleich noch einmal recherchieren und falls es eine Statistik gibt, werde ich sie in der Beschreibung nachreichen. Aber weiter mit dem Artikel. Die Alltagswahrnehmung scheint zu bestätigen, in den Plattenbausiedlungen5 dieses Landes laufen überdurchschnittlich viele Kinder mit amerikanischen Vornamen herum. Auch die Soziologie hat das Phänomen bereits benannt. Kevinismus oder weiblich Chantalismus nach den zwei lange Zeit beliebten ausländischen Vornamen Kevin und Chantal. Auf einer satirischen Internetseite werden die Bezeichnungen als krankhafte Unfähigkeit, menschlichem Nachwuchs menschlichen Namen zu geben definiert. Sag mir wie du heißt und ich sage dir, was du bist.

(4:02)

Okay und hier unterbreche ich einmal den Artikel und ich möchte jetzt einmal meine eigene Erfahrung mit diesem Phänomen und diesen in eine Schublade gesteckt zu werden teilen und meine Sichtweise, was ich davon halte und wie ich das wahrgenommen habe. Denn ich bin auf diese Art und Weise in doppelter Hinsicht benachteiligt, weil ich mit vollem Namen Kevin Meyer heiße und Meyer ein Name ist, der sich auf Eier reimt, was in meiner Grundschulzeit sehr lästig war. Also es gab öfter Kinder, die gesagt haben: „Kevin Meyer springt vom Dreier auf die Eier 6 “ oder Ähnliches. Also in meiner Grundschulzeit war mein Nachname in gewisser Weise eine Last und dann später als dieses Phänomen des Kevinismus bekannt wurde, wurde ich halt von unterschiedlichen Menschen als quasi dumm in eine Schublade gesteckt7, nur weil mein Name Kevin ist.

(5:15)

Und ja, ich will ehrlich gestehen, ich finde es absolut dumm, Menschen aufgrund eines Namens in eine Schublade zu stecken und ich kenne genug Leute, die aus einer tieferen Schicht kommen, mit weitaus unauffälligeren deutschen Namen wie, ja, keine Ahnung, Tobias oder Dennis. Und für mich ist dieses ganze Phänomen ziemlich ärgerlich, weil ich konnte mir meinen Namen natürlich nicht aussuchen. Und ich finde es schade, dass so viele Menschen sich dazu hinreißen lassen, andere Menschen aufgrund eines Namens zu bewerten.

Also ich fand es teilweise sehr anstrengend, wenn Leute meinten, sie wären witzig, nur weil sie sich irgendwie über meinen Namen lustig gemacht haben. Genau, mir fehlen so ein wenig die Worte auch gerade, weil dieses ganze Phänomen in meinen Augen einfach echt, ja, unglücklich gekommen ist. Ich hoffe, du konntest der Folge etwas abgewinnen und eventuell das ein oder andere neue Wort lernen. Bis zur nächsten Folge, dann hoffentlich wieder mit einer positiveren Sache. Bis dann, hab eine schöne Woche und tschüss!


  1. „Eins nach dem anderen“ bedeutet, Dinge nacheinander zu machen bzw. zu erledigen. ↩︎
  2. Darbietung = eine Aufführung oder Vorführung von etwas ↩︎
  3. Ein Kabarettist ist ein Künstler, der auf einer Bühne auftritt. Er macht Programme, die lustig sind, aber oft auch zum Nachdenken anregen ↩︎
  4. allseits = bei allen Menschen ; überall ↩︎
  5. Eine Plattenbausiedlung ist ein Wohngebiet mit meist in Serie gefertigten Großwohnhäusern aus vorgefertigten Betonplatten. ↩︎
  6. „Eier“ ist ein umgangssprachliches Synonym für Hoden ↩︎
  7. „Jemanden in eine Schublade stecken“ bedeutet, dass man über eine Person oder eine Sache schnell urteilt, ohne sie richtig kennenzulernen. ↩︎

Transkript & Quellen Folge 28

Transkript:

Moin Leute, herzlich willkommen zur 28. Folge des Podcasts. In dieser Folge möchte ich noch einmal ausführlich über das Thema Lärmbelastung sprechen, welches ich ja schon einmal kurz in einer 1-Minute-Deutsch-Folge behandelt hatte, weil ich denke, dass dieses Thema wirklich interessant ist und ich denke, dass es sich lohnt, ein wenig über dieses Thema zu wissen.

Falls du zum ersten Mal in diesen Podcast hereinhörst, du kannst alles, was ich sage, in der Beschreibung der Podcast-Folge nachlesen. Klick einfach auf die Beschreibung und dort steht das Transkript. Beim Aufnehmen dieser Folge tue ich mich, um ehrlich zu sein, gerade sehr schwer, also das hier ist bestimmt schon der 20. Versuch oder so, aber ich bleibe am Ball und probiere euch diese Folge so zu präsentieren, dass sie einigermaßen interessant ist, auch wenn mir das bisher ein wenig schwerfällt, weil es sehr viele Fakten sind und ich auch mit unterschiedlichen Organisationsnamen hantiere. Fangen wir generell bei Umweltlärm an. Auf Umweltlärm reagieren Menschen sehr unterschiedlich.

So können zwei ähnliche Geräusche selbst bei gleichem Schallpegel sehr unterschiedlich empfunden werden. Ein Wasserfall in einer idyllischen Bergwelt wird allgemein mit Erholung gleichgesetzt, während eine befahrene Autobahn eine Belastung für viele Menschen darstellt. Mit wachsenden Pegeln nehmen allerdings die negativen Wirkungen unerwünschter Geräusche zu und gleichzeitig steigt der Anteil der sich gestört fühlenden, objektiv belasteten Personen.

Dieser Satz stammt von der Internetseite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und er trifft ganz gut den Kern, dass Lärmbelastung sehr individuell sein kann. Oft denken wir aber, wenn es um das Thema Lärm geht, vor allem an Lärm, der den Ohren schon wehtun kann, also beispielsweise von einem Presslufthammer bei Straßenarbeiten oder in der Diskothek, wenn die Musik sehr laut ist. Die Gefahr, von Lärmbelastung betroffen zu sein, beginnt aber schon viel früher, in einem Bereich, den wir schon fast als gemütlich bezeichnen würden, und zwar bei 55 Dezibel.

Das ist ungefähr die Lautstärke eines normalen Gespräches oder eines leisen Büros. Also wenn du in einem leisen Büro arbeitest mit ein paar leisen Mitarbeitern, dann ist da wahrscheinlich ungefähr die Belastung bei, oder die Lautstärke (ich will nicht gleich von Belastung sprechen) bei ungefähr 55 Dezibel. Nur, dass du eine Vorstellung hast.

Und die Weltgesundheitsorganisation stellt aber heraus, dass schon ab 55 Dezibel Dauergeräuschbelastung im Zimmer das Risiko für Schlafstörungen steigt. Also, falls du beim Fernsehen einschläfst oder falls du über Nacht das Fenster geöffnet lässt, kann es sein, dass deine Schlafqualität darunter leidet. Also, die praktische Implikation wäre dementsprechend relativ einfach.

Achte einfach darauf, wenn du schläfst, das Fenster geschlossen zu haben und vorher ausreichend durchzulüften und außerdem nicht beim Fernsehen einzuschlafen und generell darauf zu achten, was macht im Raum Lautstärke und was kann ich davon minimieren. Kommen wir zur nächsten Quelle und zur nächsten Lautstärkeschwelle. Haha, das hat sich gereimt.

Die sogenannte NORAH-Studie, eine breit angelegte Studie, die die Wirkung von Lautstärke des Verkehrs, die die Verkehrslautstärke und ihre Wirkung auf Menschen beobachtet hat, stellt heraus, dass schon ab einer Lautstärke von 60 Dezibel das Risiko von Depressionen und Herzinsuffizienz steigt. Also, schon eine etwas lautere Lautstärke, beispielsweise Dauergespräche vor der Haustür bei offenem Fenster, die du dir anhören musst, wenn diese Gespräche etwas lauter sind, können dazu führen, dass du ein höheres Risiko für Depressionen oder Herzinsuffizienz hast. Es muss natürlich nicht zwangsläufig dazu führen, aber, wie gesagt, es erhöht das Risiko laut dieser NORAH-Studie.

Das war’s mit dieser Folge. Ich finde, es ist sehr schwer, alle diese Fakten auf eine interessante Weise zu präsentieren. Ich hoffe, du konntest mir einigermaßen folgen.

Wenn nicht, kannst du mir gerne Fragen an meine E-Mail kevpodcasted@web.de stellen. Und falls du Themenwünsche hast, kannst du das natürlich auch machen oder Feedback generell. Das war’s mit dieser Folge.

Bis zur nächsten Folge. Auf Wiederhören.

Quellen:

https://www.lfu.bayern.de/laerm/laerm_allgemein/wirkung_auf_menschen/index.htm

https://www.who.int/europe/publications/i/item/9789289041737 (Lärm & Schlaf)

https://www.laermstudie.de/

Ergänzend zum NORAH-Link: https://www.bundestag.de/resource/blob/1050714/c42f9843a6369c223968a9cff8308f68/WD-8-091-24-pdf.pd

Weitere interessante Artikel zum Thema

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/fitness-musik-bei-kursen-kann-das-gehoer-schaedigen-studie-aus-den-usa-a-e62026d1-1561-4dfb-a0c3-ccb3204ec7a9

https://www.spektrum.de/news/stille-warum-das-gehirn-ruhe-braucht/1798298

Transkript Folge 27

Hallo und herzlich willkommen zur 27. Folge des Podcasts. In der letzten Folge hatten wir mit der Analyse des Liedes »Dieser Weg« von Xavier Naidoo angefangen und sind bis zum Ende des Refrains gekommen.

In dieser Folge möchte ich mit der zweiten Strophe bis zum Ende des Liedes weitermachen. Die zweite Strophe geht folgendermaßen: „Es war nur ein kleiner Augenblick, einen Moment war ich nicht da. Danach ging ich einen kleinen Schritt und dann wurde es mir klar.“ Naidoo möchte mit dieser Strophe ausdrücken, dass er innegehalten hat, dass er einen Moment der Pause hatte und in diesem Moment der Pause geistig nicht da war.

In diesem Moment der Pause mit seinem Kopf außerhalb der Routine war und wahrscheinlich über sein Leben und den Weg, den er bis dahin gegangen ist und weiterhin gehen möchte, nachgedacht hat. Danach ging ich einen kleinen Schritt und dann wurde es mir klar. Also wahrscheinlich ist er ein wenig in die richtige Richtung gegangen oder unbewusst noch ein Stück weiter den Weg, den er bis dahin gegangen ist.

Und während er noch überlegt hat, wurde ihm dann bei dem Schritt klar, wo er weiter hingehen möchte, wohin sein Weg führen soll. Im Anschluss kommt wieder der Refrain. Und den Refrain haben wir bereits besprochen. Wenn du noch einmal meine Interpretation dazu anhören möchtest, höre gerne noch einmal die 26. Folge an. Kommen wir nun zur Bridge.

Manche treten dich. Manche lieben dich. Manche geben sich für dich auf.

Manche segnen dich. Setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust. Und dann eine Wiederholung.

Manche treten dich. Manche lieben dich. Manche geben sich für dich auf.

Manche segnen dich. Setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust. Was könnte damit gemeint sein? Also, manche treten dich, manche lieben dich.

Symbolisiert im Prinzip, dass wir im Leben selten nur von allen geliebt werden oder nur von allen gehasst werden. Also manchmal könnte es uns vorkommen, dass wir vielleicht an einem Ort sind, wo die Mehrzahl der Leute uns nicht mag. Und manchmal sind wir umgeben von Leuten, die uns mögen, aber in der Regel werden wir nicht von allen geliebt und in der Regel aber auch nicht von allen mit Abneigung konfrontiert.

Deswegen, manche treten dich, manche stehen dir auf deinem Weg im Weg aus Mangel an besseren Formulierungen und manche lieben dich, aber halt eben auch nicht alle. Manche geben sich für dich auf, also Menschen, die dich unglaublich unterstützen, eventuell deine Eltern, eventuell sehr gute Freunde oder dein Lebenspartner oder Beziehungspartner, deine Beziehungspartnerin. Manche segnen dich.

Setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust. Und das ist sehr metaphorisch gesprochen. Also setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust.

Ist natürlich aus der Nautik, aus der Seefahrt. Ich bin mir gerade, um ehrlich zu sein, nicht sicher, ob Nautik und Seefahrt genau das gleiche sind, aber eine Seefahrtsregel wahrscheinlich. Und im symbolischen Sinne bedeutet das einfach, dass man vielleicht nicht mit etwas starten sollte, wenn man zu viel Gegenwind bekommt.

Ja, diese Stelle finde ich etwas schwerer zu verstehen, aber ich würde es so auffassen. Sagen wir, du möchtest mit etwas anfangen und bekommst wirklich von allen Seiten Gegenwind, dann solltest du dir das gut überlegen, weil eventuell haben die Leute ja auch recht. Nicht immer, also ich denke manchmal kann auch die nächste Person von dir nicht unbedingt das Beste für dich wollen, weil sie vielleicht dein Innenleben nicht ganz so versteht wie du.

Aber ja, wenn der Großteil der Leute in deinem Umfeld mit etwas nicht d’accord geht, dann solltest du vielleicht darüber noch einmal nachdenken. Zumindest verstehe ich diese Zeilen so. Dann kommt wieder der Refrain, den werde ich jetzt nicht noch einmal vorlesen.

Das habe ich jetzt oft genug gemacht. Und dann kommt das Outro, das eigentlich auch im Prinzip eine Wiederholung darstellt. Dieser Weg ist steinig und schwer, nicht mit vielen wirst du dir einig sein, doch dieses Leben bietet so viel mehr.

Also im Prinzip einfach noch mal der Refrain etwas anders. Das war’s mit der Liedanalyse. Ich hoffe, sie hat dir gefallen und du konntest mir gut folgen.

Mir ist eingefallen, dass ich am Anfang der Folge vergessen habe zu erwähnen, dass du das Transkript in der Beschreibung nachlesen kannst. Also alles, was ich sage, kannst du in der Beschreibung wiederfinden. Das war’s dann und dann hören wir uns in Folge 28.

Bis dann!