Transkript:
Moin Leute, herzlich willkommen zur 28. Folge des Podcasts. In dieser Folge möchte ich noch einmal ausführlich über das Thema Lärmbelastung sprechen, welches ich ja schon einmal kurz in einer 1-Minute-Deutsch-Folge behandelt hatte, weil ich denke, dass dieses Thema wirklich interessant ist und ich denke, dass es sich lohnt, ein wenig über dieses Thema zu wissen.
Falls du zum ersten Mal in diesen Podcast hereinhörst, du kannst alles, was ich sage, in der Beschreibung der Podcast-Folge nachlesen. Klick einfach auf die Beschreibung und dort steht das Transkript. Beim Aufnehmen dieser Folge tue ich mich, um ehrlich zu sein, gerade sehr schwer, also das hier ist bestimmt schon der 20. Versuch oder so, aber ich bleibe am Ball und probiere euch diese Folge so zu präsentieren, dass sie einigermaßen interessant ist, auch wenn mir das bisher ein wenig schwerfällt, weil es sehr viele Fakten sind und ich auch mit unterschiedlichen Organisationsnamen hantiere. Fangen wir generell bei Umweltlärm an. Auf Umweltlärm reagieren Menschen sehr unterschiedlich.
So können zwei ähnliche Geräusche selbst bei gleichem Schallpegel sehr unterschiedlich empfunden werden. Ein Wasserfall in einer idyllischen Bergwelt wird allgemein mit Erholung gleichgesetzt, während eine befahrene Autobahn eine Belastung für viele Menschen darstellt. Mit wachsenden Pegeln nehmen allerdings die negativen Wirkungen unerwünschter Geräusche zu und gleichzeitig steigt der Anteil der sich gestört fühlenden, objektiv belasteten Personen.
Dieser Satz stammt von der Internetseite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt und er trifft ganz gut den Kern, dass Lärmbelastung sehr individuell sein kann. Oft denken wir aber, wenn es um das Thema Lärm geht, vor allem an Lärm, der den Ohren schon wehtun kann, also beispielsweise von einem Presslufthammer bei Straßenarbeiten oder in der Diskothek, wenn die Musik sehr laut ist. Die Gefahr, von Lärmbelastung betroffen zu sein, beginnt aber schon viel früher, in einem Bereich, den wir schon fast als gemütlich bezeichnen würden, und zwar bei 55 Dezibel.
Das ist ungefähr die Lautstärke eines normalen Gespräches oder eines leisen Büros. Also wenn du in einem leisen Büro arbeitest mit ein paar leisen Mitarbeitern, dann ist da wahrscheinlich ungefähr die Belastung bei, oder die Lautstärke (ich will nicht gleich von Belastung sprechen) bei ungefähr 55 Dezibel. Nur, dass du eine Vorstellung hast.
Und die Weltgesundheitsorganisation stellt aber heraus, dass schon ab 55 Dezibel Dauergeräuschbelastung im Zimmer das Risiko für Schlafstörungen steigt. Also, falls du beim Fernsehen einschläfst oder falls du über Nacht das Fenster geöffnet lässt, kann es sein, dass deine Schlafqualität darunter leidet. Also, die praktische Implikation wäre dementsprechend relativ einfach.
Achte einfach darauf, wenn du schläfst, das Fenster geschlossen zu haben und vorher ausreichend durchzulüften und außerdem nicht beim Fernsehen einzuschlafen und generell darauf zu achten, was macht im Raum Lautstärke und was kann ich davon minimieren. Kommen wir zur nächsten Quelle und zur nächsten Lautstärkeschwelle. Haha, das hat sich gereimt.
Die sogenannte NORAH-Studie, eine breit angelegte Studie, die die Wirkung von Lautstärke des Verkehrs, die die Verkehrslautstärke und ihre Wirkung auf Menschen beobachtet hat, stellt heraus, dass schon ab einer Lautstärke von 60 Dezibel das Risiko von Depressionen und Herzinsuffizienz steigt. Also, schon eine etwas lautere Lautstärke, beispielsweise Dauergespräche vor der Haustür bei offenem Fenster, die du dir anhören musst, wenn diese Gespräche etwas lauter sind, können dazu führen, dass du ein höheres Risiko für Depressionen oder Herzinsuffizienz hast. Es muss natürlich nicht zwangsläufig dazu führen, aber, wie gesagt, es erhöht das Risiko laut dieser NORAH-Studie.
Das war’s mit dieser Folge. Ich finde, es ist sehr schwer, alle diese Fakten auf eine interessante Weise zu präsentieren. Ich hoffe, du konntest mir einigermaßen folgen.
Wenn nicht, kannst du mir gerne Fragen an meine E-Mail kevpodcasted@web.de stellen. Und falls du Themenwünsche hast, kannst du das natürlich auch machen oder Feedback generell. Das war’s mit dieser Folge.
Bis zur nächsten Folge. Auf Wiederhören.
Quellen:
https://www.lfu.bayern.de/laerm/laerm_allgemein/wirkung_auf_menschen/index.htm
https://www.who.int/europe/publications/i/item/9789289041737 (Lärm & Schlaf)
Ergänzend zum NORAH-Link: https://www.bundestag.de/resource/blob/1050714/c42f9843a6369c223968a9cff8308f68/WD-8-091-24-pdf.pd
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